Hiroshima mahnt

Bei der Mahnwache des Bochumer Friedensplenums am 81. Jahrestages des Atombombenabwurfs auf Hiroshima machten die Aktiven des Bochuner Friedensplenums in vielen Gesprächen klar: „Ein Atomkrieg zwischen USA, Nato und Russland wäre das Weltende. Trotzdem gehört der atomare Erstschlag zur NATO-Strategie. Die Atomwaffenabkommen sind gekündigt, es gibt keine Abrüstungsverhandlungen mehr und jetzt soll es auch noch eine eigene europäische Atommacht geben“.

Die Forderungen des Friedensplenums: Deutschland muss endlich den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen! Atomstaaten und NATO boykottieren ihn. 100 Staaten sind ihm schon beigetreten. Dafür hatte der Rat der Stadt Bochum an die Bundesregierung appelliert, wie auch 140 andere Städte, darunter die Nachbarn Dortmund, Essen und Herne. „ Klare Position im Widerstand unserer Stadt gegen Atomtod und Hochrüstung“

Nein zum verpflichtenden Zivildienst

Nach dem neuenWehrdienstgesetz plant die Bundesregierung nun auch den verpflichtenden Zivildienst für Kriegsdienstverweigerer. Die DFG-VK NRW lehnt  beides mit der folgenden Presserklärung ab:

„Gegen die aktuellen Pläne zu einem neuen Zivildienst wendet sich die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner NRW. Die Organisation, die die zuletzt stark steigende Zahl von Kriegsdienstverweigerern berät und unterstützt, sieht in der Anfrage der Bundesregierung an die Sozialverbände eine Fortsetzung der Salamitaktik hin zur Wehrpflicht. Zunächst wurde ohne große Diskussion die flächendeckende Erfassung eingeführt. Dann folgte die zwangsweise  Musterung, die demnächst allen 18-jährigen Männern bevorsteht. Und nun droht der zwangsweise Zivildienst für alle, die den Kriegsdienst verweigern. Wir lehnen Zwangsdienste ab, egal ob bei der Bundeswehr oder im Zivildienst“ stellt Joachim Schramm, Co-Landessprecher der Friedensgesellschaft klar. weiterlesen

DGB-Aufruf zum Antikriegstag

Der DGB hat in der vergangenen Woche den diesjährigen Aufruf zum Antikriegstag veröffenlicht: „Friedensfähig statt kriegstüchtig! Gemeinsam für Völkerverständigung, soziale Gerechtigkeit und eine Welt ohne Krieg!“ Er fordert u.a. eine an ziviler Friedenssicherung ausgerichtete Außen- und Sicherheitspolitik und eine kontrollierte und transparente Rüstungsexportpolitik. Er fordert die Bundesregierung auf, von Plänen zur Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland Abstand zu nehmen und lehnt die Wiedereinführung eines verpflichtenden Wehrdienstes ab.

Die GewerkschafterInnen von „Sag Nein!“ bewerten den Aufruf als Fortschritt nach erfolgreichem Druck der Basis, kritisieren ihn aber in entscheidenden Fragen in einem Flugblatt und in Langform.

81 Jahre nach der ersten Atombombe

81 Jahre nach der Zerstörung Hiroshimas am 6. August 1945 durch eine, die erste,  Atombombe mahnen das Bochumer Friedensplenum und die DFG-VK Bochum/Herne: Die Ächtung von Atomwaffen ist jetzt wichtiger denn je. Atomwaffenabkommen sind gekündigt, Abrüstungsverhandlungen gibt es nicht mehr. Dafür steht bei uns eine ganz große Koalition aus CDU/CSU, SPD, Grünen, FDP und AfD für grenzenlose Hochrüstung, die auch eine eigenständige europäische Atommacht anvisiert.
Abermilliarden – sie werden für ein gutes, friedliches Leben fehlen – werden jetzt ungebremst für finale, auch atomare Kriege bereit gestellt. Erschreckend: auch in Bochum sollen dafür wieder Schutzräume in U-Bahn- Schächten und Tiefgaragen geplant werden. Nutzlos.
„Wir werden euch nicht helfen können“, warnen die Internationalen Ärzt*innen gegen Atomwaffen.

Donnerstag, 6. August, 16-18 Uhr, Husemannplatz

Der Ernstfall im Ruhrgebiet

Was Viktoria Waltz im  Gewerkschaftsforum für Dortmund beschreibt, gilt auch für Bochum: Eine bunkersprengende Bombe allein könnte das komplizierte, in Balance gehaltene System mit giftigen Grubenwässern aus den tausenden Kilometern von unterirdischen Stollennetzen treffen und zerstören. Binnen Stunden wäre das Ruhrgebiet überflutet und eine einzige Seenplatte. Binnen Wochen und Jahren wäre sämtliches Oberwasser mit den Giften aus der Tiefe verseucht.

Auch in Bochum gehen die Vorbereitungen auf den Krisenfall nach militärischer Eskalation an den tatsächlichen Folgen vorbei. Auch Bunkerplätze (für wenige) könnten nicht schützen.

Origami for Peace

Im Rahmen der Ausstellung “Origami for Peace – Die Kunst des Papierfaltens und die aktuelle Friedensbewegung” führen Mitglieder der Bochumer IPPNW Gruppe durch die Ausstellung und laden zum gemeinsamen Papierfalten ein.

Neben der Präsentation ausgewählter Papierfiguren u. a. des Bochumer Origami-Künstlers und -Experten Malte Pattberg informiert die Bochumer IPPNW Gruppe in der Ausstellung über die Bedeutung der Origami-Kunst für die Anti-Atomwaffen-Bewegung.

Mittwoch, 29. Juli, Stadtbücherei Bochum, 16:00-18:00 Uhr,

Reminiszenz an Geier Sturzflug: Jetzt wird alles in die Rüstung gesteckt


Am gestrigen Samstag machte die Friedens-Fahrradtour NRW 2026 der DFG-VK Halt in der Bochumer Innenstadt. Mit zwei Straßentheaterszenen wurde die wachsende atomare Bedrohung und die gigantische Aufrüstung thematisiert. Die Darstellung zum Wettrüsten endete mit einem neuen Text zu „Bruttozialprodukt“, dem größten Hit der Bochumer Band „Geier Sturzflug“. Der neue Titel: Brutto-Rüstungs-Produkt.

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„Wie geht es mir mit Deutschlands Kriegstüchtigkeit angesichts der Weltlage?“

Unter diesem Motto geht es um eine Diskussion  im Rahmen der Reihe „Bochum hört sich zu – Sprechen und Zuhören“. Die Reihe ist eine gemeinsame Initiative von Arbeit und Leben Bochum (vhs Bochum, Deutscher Gewerkschaftsbund Bochum, Arbeit und Leben NRW) und Mehr Demokratie e.V. Das Gespräch, bei dem es um individuelle Erfahrungen und die Fähigkeit, andere Sichtweisen wahrzunehmen und auszuhalten, ohne sie sofort einzuordnen oder zu bewerten, findet von 10.00 bis 21.30 Uhr im Bergbau-Museum statt.

Friedensfahrradtour der DFG-VK

Am Samstag, 18. Juli begann in Siegen die Friedensfahrradtour NRW gegen Militarisierung und Aufrüstung- für eine friedliche Zukunft. Unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Zukunft“geht die Tour entlang der Sieg, des Rheins und der Ruhr. Mit Aktionen in 9 Städten und jeweiliger Unterstützung vor Ort durch Ortsgruppen der DFG-VK, lokale Friedensbündnisse und andere Gruppierungen werden die Radler*innen Maßnahmen zur Beendigung der Kriege in der Ukraine und in Nahost einfordern, für die Ächtung aller Atomwaffen werben und gegen die milliardenschwere Aufrüstung der Bundeswehr sowie die Pläne für eine Wehrpflicht protestieren. Sie endet am 25. Juli mit Kundgebungen in Bochum und Dortmund, in deren Mittelpunkt die Erinnerung an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und der Protest gegen die Pläne einer europäischen Atombewaffnung im Mittelpunkt stehen werden. Die Kundgebung  in Bochum findet am Samstag (25.Juli)  um 12 Uhr gegenüber vom Hauptbahnhof statt.