Neue Friedensgruppen in den Stadtteilen

Eine gigantische Aufrüstung, angekündigte Stationierung von Mittelstreckenraketen, Einführung einer erneuten Wehrpflicht, eine Politik, die eskaliert, Kürzungen in allen Bereichen außer im Militärhaushalt – und viel zu wenige wehren sich?

Nicht ganz! In Bochum haben sich im Laufe der letzten Monate zwei neue Friedensinitiativen zusammengefunden: Die Friedensinitiative Ost für Langendreer /Werne und die Initiative Süd für Querenburg. Beide verstehen sich als Teil der Friedensbewegung und streben die Zusammenarbeit mit allen an, die sich gegen Aufrüstung und militärische Konfliktlösungen einsetzen. Angesichts der Kriegsgefahr kann kein Platz sein für Richtungskämpfe und Versuche, einzelne Positionen durchzusetzen.

In den achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es selbständige Initiativen in vielen Stadtteilen. Das Friedensplenum war damals ein Ort des Austausches, der Planung und der Koordination. Friedensgruppen in Stadtteilen beteiligen mehr Menschen, ermöglichen mehr Gespräche und vergrößern die Chancen, an vielen Orten aktiv zu werden. Wir brauchen mehr davon! Interessenten sind herzlich willkommen.

Die FI-Ost trifft sich jeden 2. Dienstag im Monat im Naturfreundezentrum, Hohe Eiche 20. Das nächste Treffen ist am 9. Dezember um 19 Uhr , ein Infostand findet am Samstag, 11.November ab 10.30 Uhr in Langendreer am Stern statt.

Die FI-Süd am trifft sich an jedem 1. und 3. Dienstag des Monats, also am 18. November um 18 Uhr, diesmal in den Räumen der Naturfreunde in Langendreer, Hohe Eiche 20. Gesucht wird ein neuer, zentral gegelegener Raum, der noch bekannt gegeben wird.

Zum Selbstverständnis der zwei neuen Gruppen:

Aktiv für Frieden und Abrüstung – Gegen Militarisierung und Kriegspolitik

Wir sind entsetzt über die Leichtfertigkeit, mit der Politiker eine riesige Aufrüstung betreiben. Sie reden Kriege herbei, ohne ernsthaft über Verständigung und Verhandlungslösungen nachzudenken. Wir fürchten, dass mit der Hochrüstung in Deutschland ein Krieg nicht verhindert, sondern sogar wahrscheinlicher wird. Wir vergessen nicht, was Krieg bedeutet: Tod, Verletzung, Zerstörung. Wir stellen uns entschieden gegen die zunehmende Militarisierung Deutschlands. Wir lehnen Aufrüstung, Waffenexporte und Waffenlieferungen ab – in In- und Ausland. Stattdessen setzen wir uns für eine friedliche Außenpolitik ein, die auf Abrüstung, Diplomatie und internationaler Zusammenarbeit basiert. Wir verstehen uns als Teil der Friedensbewegung und streben die Zusammenarbeit mit allen an, die sich gegen militärische Konfliktlösungen einsetzen. Die Militärausgaben sind eine riesige Verschwendung von Steuergeldern, die den Rüstungsaktionären zugute kommen. Die Schulden, die dafür aufgenommen werden, muss die Allgemeinheit bezahlen. Schon heute sind die NATO-Staaten der russischen Armee zahlenmäßig und technologisch deutlich überlegen. Eine weitere Aufrüstung schafft nicht Sicherheit, sondern die Voraussetzung für weitere Kriege.

Unser Engagement ist untrennbar mit dem Antifaschismus verbunden. In der Tradition des Schwurs von Buchenwald bekennen wir uns zu den Worten: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“

Die Kommentare sind geschlossen.