Aus Bochum gibt es zwei verschiedene Gruppen, zwei verschiedene Aufrufe und zwei verschiedene Demo-Orte für die traditionelle Vorabenddemonstration zum 1.Mai, an der zuletzt 2500 Menschen teilnahmen.
Der Aufruf der Unabhängigen Antifas Bochum „Den Zuständen keine Ruhr“ für eine Demo in Witten (30. April, 18.30 Uhr, Witten Hbf) ist hier bei bo-alternativ nachzulesen. Er erinnert an die politischen und ökonomischen Kämpfe der Arbeiterbewegung in der Vergangenheit, argumentiert gegen ein heutiges Gefühl der Aussichtslosigkeit und fordert, sich von der Vergangenheit inspirieren zu lassen für die Inhalte einer sozialen, feministischen und antifaschistischen Welt.
Zur Bochumer Vorabenddemo rufen SDAJ und SDS auf. Sie startet am Donnerstag Abend um 18.30 Uhr am Bochumer Hbf. Hier der Aufruf, der ebenfalls von einer antifaschistischen Grundhaltung getragen wird, sich aber auf die Kritik an der Politik der Regierenden konzentriert, vor allem an einer Politik, die mit Aufrüstung und Wehrpflicht Kriege für Macht und Profite vorbereitet, während für alles andere das Geld fehlt.
„Am Vorabend zum 1. Mai wollen wir unseren Widerstand auf Bochums Straßen tragen!
Mit dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ wollen wir an den Schwur der Überlebenden von Buchenwald anknüpfen. Heute mehr als 80 Jahre nach den Schrecken des 2. Weltkriegs, ist dieser Schwur so aktuell wie damals.
Wir erleben das Erstarken von faschistischen Kräften wie der AfD. Regierungsparteien übernehmen teilweise deren Forderungen und bauen demokratische Grundrechte ab. Wir werden Zeug*innen von unermesslichem Leid durch Kriege auf der der ganzen Welt, ob im Iran, im Jemen, der Ukraine, Palästina, Kurdistan oder im Sudan. Wir leben erneut in einer Zeit in der hunderte Milliarden in die Aufrüstung fließen, um die Gesellschaft „kriegstüchtig“ zu machen. Mit der Wehrpflicht sollen wir gezwungen werden, auf der ganzen Welt Kriege für Macht und Profite zu führen. Währenddessen ist für Bildung, das Gesundheitssystem, Klimaschutz oder Wohnraum angeblich kein Geld da. Unser Leben wird immer teurer, wir sollen noch länger und für weniger Geld arbeiten, damit sich ein paar wenige Großkonzerne die Taschen voll machen können.
Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Ist nicht bloß eine Feststellung. Es ist ein Appell, es ist eine Handlungsaufforderung an uns alle, den Kapitalismus zu überwinden. Es ist eine Aufforderung alles dafür zu tun eine Welt zu schaffen, in der nicht mehr die Profite von wenigen zählen, sondern die auf den Grundfesten von Frieden und Freiheit für alle errichtet ist.
Heraus zur revolutionären Vorabenddemo!“
Aufrufende: SDAJ Bochum, SDS Bochum. Unterstützer*innen aus Bochum: DKP Bochum, Dyke March Ruhr, Fridays for Future Bochum, Die Linke Bochum, Friedensinitiative Bochum Ost, LinksjugendSolidBochum, Naturfreundejugend Bochum-Langendreer.




