VfL-Bochum: Kinderschutzkonzept und Bndeswehrwerbung

Gegen Felix Oekentorp von der DFG-VK und dem Bochumer Friedensplenum, wurde am Sonntag ein Platzverweis im Lohrheide-Stadion ausgesprochen, nachdem er einen Werbestand der Bundeswehr dort hinterfragt hatte. Hier sein offener Brief an den VfL Bochum:

„Sonntagmittag, Anfang Mai, optimales Wetter zum Besuch eines Fußballspiels. Der VfL Bochum wirbt mit „Unterstützt unsere Frauen“, und diese spielten in Wattenscheid gegen den VfB Stuttgart. Da passt doch alles zusammen. Aber im Eingangsbereich des Lohrheide-Stadions irritierte mich ein Werbestand der Bundeswehr. Was Werbung für Krieg und Töten bei einem Fußballspiel zu suchen hat, das wollte ich doch mal nachfragen.

Auf der Webseite des VfL heißt es wörtlich „Durch das Kinderschutzkonzept möchte der VfL Bochum 1848 Kindeswohlgefährdungen und physischer oder psychischer Gewalt gegen Kinder und Jugendliche präventiv entgegenwirken.“ Glücksrad mit Gewinnen von Give-Aways der Bundeswehr verstehe ich nicht als Prävention gegen Gewalt.

Die Argumente der Werber in Flecktarn bestanden darin, die Ordner des Veranstalters, also des VfL herbeizurufen. Diese wurden auch sofort handgreiflich und zerrten mich zu dritt in eine Ecke. Und wenn ich nicht laut hilferufend einige Besucher auf diese Situation aufmerksam gemacht hätte, dann wären mir wohl auch die angedrohten Schläge verabreicht worden.

Mein Begleiter, der sich an meinen Fragen am Bundeswehrstand nicht beteiligt hatte, sondern sich einige Meter abseits aufgehalten hatte, wurde ausschließlich dafür, dass er als mein Begleiter erkannt wurde, des Stadions verwiesen. Ich beharrte darauf, dass die Polizei die Angelegenheit klärt. Diese kam nach etwa 10 Minuten, sprach von Hausrecht des Veranstalters, der jederzeit jedermann ohne Grund des Stadions verweisen dürfe, und so war auch mein Stadionbesuch noch vor dem Spiel beendet.

Ich bedauere die Spielerinnen des VfL, für solche Werbemaßnahmen missbraucht zu werden und bin nicht mehr bereit, diesen Ordnungskräften, die der VfL einsetzt, die Gelegenheit zu geben, mich und/oder meine Begleitung, nach Belieben vom Besuch von Fußballspielen abzuhalten. Mögen diese gewaltbereiten „Ordner“ so lange die Zuschauer vergraulen bis niemand mehr die Fußballspielenden Frauen des VfL schauen mag, mir ist es egal.“

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