Am Mittwoch, 17. Juni, 18.30 Uhr wird Dr. Jürgen Altmann auf Einladung der Bochumer IPPNW-Gruppe in Kooperation mit der Volkshochschule einen Vortag über Mittelstreckenwaffen in Deutschland halten. Die Stationierung von US-Raketen ist abgesagt, doch Deutschland und Europa bemühen sich um eigene Systeme. Die Veranstaltung findet in der Bochumer Stadtbücherei statt. Der Referent ist ehemaliges Mitglied der Arbeitsgruppe Physik und Abrüstung am Lehrstuhl Experimentelle Physik III an der TU Dortmund. Dr. Altmann leitete von 1985 bis zu seiner Pensionierung die Arbeitsgruppe „Physik und Abrüstung“an der TU Dortmund und forscht zu Militärtechnik-Folgeabschätzung, präventiver Rüstungskontrolle sowie den Auswirkungen neuer Waffensysteme auf internationale Stabilität.
In diesem Jahr sollten US-Mittelstrecken-Flugkörper in Deutschland aufgestellt werden, hatten die US- und Bundesregierung 2024 vereinbart. Aber schon 2021 hatte die US-Army angekündigt, eine der fünf für weltweite Einsätze vorgesehenen „Multi Domain Task Forces“ in Deutschland aufzustellen. Die Flugkörper (500 bis 2.800 km Reichweite) sollen keine Nuklearsprengköpfe tragen, können aber Ziele weit im europäischen Teil Russlands erreichen, auch strategische Nuklearwaffen und Führungszentren. Ob Deutschland bei Angriffen eine Mitsprache haben würde, war unklar.
Die US-Stationierung ist inzwischen abgesagt, Deutschland und andere europäische Staaten bemühen sich um eigene Systeme.
Anfliegenden Marschflugkörpern und Hyperschallraketen kann man nicht ansehen, ob sie Nuklearwaffen tragen. Russland wird alles tun, um seine Abschreckung aufrechtzuerhalten.
Die Nervosität wird steigen; Fehlalarme und Überreaktionen sind auf beiden Seiten zu befürchten.
Dr. Jürgen Altmann erklärt die neuen Mittelstreckenwaffen, die nun zunächst nicht in Deutschland stationiert werden sollen, sowie die alternativen Aufrüstungspläne in Deutschland und Europa. Auch wird er das militärische Kräfteverhältnis zwischen NATO-Europa und Russland beleuchten.
Vortrag mit anschließender Diskussion. Der Eintritt ist frei
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Mayors for Peace Bochum 2026” der IPPNW-Regionalgruppe Bochum in Kooperation mit der Stadtbücherei Bochum
weitere Infos unter: www.ippnw-bochum.de




