Platz des Friedens und der Völkerverständigung

 

Da hängt es wieder, das Schild mit dem vielleicht anspruchsvollsten Namen für einen Platz in Bochum. Leider aber noch nicht wieder ganz offiziell, sondern eher selbstgemacht. Mit dem Friedensfest im Unicenter wurde die Stadt Bochum aufgefordert, die ehemalige Beschilderung wiederherzustellen. Reden erinnerten an die Erklärung der Bochumer Bezirksvertretung von 1983. Damals war der SPD klar: „Europa ist mit atomaren Mitteln nicht zu verteidigen, sondern nur zu zerstören“, eine Einsicht, die heute verloren gegangen scheint.

Der Platz des Friedens wurde am vergangenen Freitag mit Leben gefüllt: Informationen über Wehrdienstverweigerung, über Kosten und Folgen der Aufrüstung, über drohende Kriegs- und Atomkriegsgefahr. Auch viele Menschen aus der Bochumer Friedensbewegung waren gekommen, hörten mit den Querenburger Bürgerinnen und Bürgern Friedenslieder live von den „Straßenmusikanten“, probierten vom angebotenen Essen und schmückten den Friedensbaum in der Mitte mit Sadakos Kranichen als Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt und mit Friedenswünschen. Völkerverständigung wird im Unicenter mit seinen Bewohnern aus allen Ländern im Alltag gelebt, aber  noch wenig bewusst in den Zusammenhang mit Frieden gerückt. Das ist eine Aufgabe für die Zukunft.

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