Am 1. Oktober verleiht die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2026 an die NATO. Generalsekretär Mark Rutte nimmt die Auszeichnung stellvertretend entgegen, Bundeskanzler Friedrich Merz hält die Laudatio.
„Der Westfälische Friede“, schreiben Münsteraner Friedensgruppen, „steht historisch für die Überwindung von Gewalt durch Verhandlung, für Ausgleich statt Eskalation und für den Vorrang ziviler Lösungen. Er markiert den Beginn einer Ordnung, in der Frieden nicht militärisch erzwungen, sondern politisch gestaltet wird.“ Dass ausgerechnet die Nato diesen Preis bekommt, kommentiert Herbert Prantl in der SZ :„Das ist ungefähr so, als würde man die Metzgerinnung mit dem großen Vegetarierpreis auszeichnen.“
Der Protest gegen die Verleihung des Friedenspreises an die NATO beginnt am Donnerstag, 1. Oktober, um 15 Uhr am Eingang des 1. Deutsch-Niederländischen Corps am Schlossplatz. Nach der Auftaktkundgebung soll sich der Demonstrationszug um 15.30 Uhr in Richtung Prinzipalmarkt bewegen. Um16.15 Uhr beginnt die Abschlusskundgebung. Angekündigt sind unter anderem Beiträge von Kathrin Vogler von der DFG-VK, Wolfgang Kowallick von Pax Christi, Udo Buchholz von der Anti-Atominitiative Gronau, Franz Nadler von Connection e.V. und Robert Hülsbusch von „Sicherheit neu denken“. Außerdem soll Pit Budde für Musik sorgen.




