Abrüstungsappell zum Unterschreiben

 

„Immer mehr Milliarden fürs Militär? Nicht mit mir!“ Ein Netzwerk aus Netzwerk Friedenskooperative, IPPNW, DFG-VK, pax christi und Ohne Rüstung Leben haben einen neuen Abrüstungsappell gestartet. „Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung“, heißt es im Aufruf, der online unterschrieben werden kann. Unterschriftenlisten (A4, beidseitig bedruckt) zur Unterschriftensammlung finden sich hier.

Mit der Stationierung von US-Mittelstreckenraketen im kommenden Jahr in Deutschland nimmt  die Gefahr eines Atomkrieges zu. Die geringen Vorwarnzeiten erhöhen die Gefahr von Fehlreaktionen.  Deutschland kann zum Ziel eines möglichen Präventivkrieges werden. Der Berliner Appell gegen neue Mittelstreckenwaffen und für eine friedliche Welt richtet sich gegen diese Gefahr und kann weiterhin unterschrieben werden.

Informationsveranstaltung zur Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“

Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am 11. November um 19.00 Uhr zu einer Veranstaltung im Sozialen Zentrum mit Otmar Steinbicker, dem Herausgeber der Aachener Friedenszeitung, ein: »Die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ entstand 2015 nach der russischen Annexion der Krim aus Teilen der „Mahnwachen für den Frieden“, die sich 2014 gebildet hatten. Seit Beginn der Kampagne haben Friedensgruppen der Region, aber auch Kriegsgegner*innen bundesweit die fehlende praktische Abgrenzung der Kampagne nach Rechts und das Auftreten von rechtsoffenen und verschwörungstheoretischen  Redner*innen und Musiker*innen kritisiert.

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4. November 1944: 1300 Tote in einer Nacht in Bochum

Ab 1933 rüstete die faschistische deutsche Regierung zum Krieg. Rüstungsaufträge sollten zunächst die Arbeitslosigkeit nach der Weltwirtschaftskrise bekämpfen. Mit der Forderung nach „Kriegstüchtigkeit“ wurde die stärkste Militärmacht Europas aufgebaut. Der darauf folgende Krieg forderte Millionen Opfer, darunter 27 Millionen in der damaligen Sowjetunion, bis Deutschland schließlich besiegt wurde. Heute vor 81 Jahren warfen 700 britische Bomber 130.000 Brandbomben und 10.000 Sprengbomben über der Bochumer Innenstadt ab. Die  1300 Toten und 70.000 Obdachlose dieser Nacht ließen auch die deutsche Bevölkerung erleben, was Krieg bedeutet. „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“ war über lange Jahre  die Einsicht der Mehrheit.

Die Bochumer Stadtteil-Friedensinitiativen erinnern heute in Langendreer auf dem Markt und ab 14 Uhr im Unicenter an die Folgen des Krieges in Bochum. Auch wenn behauptet wird, dass Deutschland heute bedroht sei und aufrüsten müsse: Die Herrschenden wissen, dass diese Bedrohung nicht existiert. Sicherheit kann es nur durch internationale Zusammenarbeit geben, nicht durch Wettrüsten.

Zum Flyertext : weiterlesen

Erinnern, bewegen, kämpfen – Frieden als kollektiver Prozess

Am Mittwoch, 29. Oktober, 17.30 – 19.00 Uhr hält die Wissenschafts- soziologin Tahini Nadim in der VHS Bochum einen Vortrag zur Erinnerungsarbeit in der Friedensbewegung. Er geht von den Friedens-aktivitäten der Musikerin Fasia Jansen aus. Fasia Jansen, ihr Engagement in der Gewerkschaftsarbeit und der  Ostermarschbewegung spielte vor allem im Ruhrgebiet eine wichtige Rolle. Die Einladung: weiterlesen

Der militärisch-industrielle Komplex

Die US-Regierung hat darauf gedrängt, dass alle NATO-Staaten sich verpflichten, mindestens 5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Militärhaushalt auszugeben. Dies bedeutet, in erheblichem Umfang Rüstungsgüter in den USA zu kaufen. In diesem Zusammenhang ist eine Warnung interessant, die Dwight Eisenhower in seiner Abschiedsrede als 34. Präsident (von 1953 -1961) der USA formuliert hat. Er sah in dem wachsenden militärisch-industriellen Komplex eine Gefahr für die US-amerikanische Gesellschaft. Eisenhower war einer der ranghöchsten US-Generäle im 2. Weltkrieg und anschließend in der 1949 gegründeten NATO.

Atomkriegsmanöver stoppen!

Im Oktober übt die Bundeswehr im Rahmen des NATO-Manövers „Steadfast Noon“ erneut mit Attrappen, wie man Atombomben aus unterirdischen Bunkern an Tornado-Kampfjets anbringt und diese Bomben im Einsatzziel abwirft. Das Atomkriegsmanöver dokumentiert in erschreckender Weise die Bereitschaft der NATO und der Bundesregierung, im „Ernstfall“einen Atomkrieg zu führen, der zumindest ganz Europa vernichten würde. Das Manöver findet am Stützpunkt Nörvenich bei Düren statt, als Ausweichsort für Büchel, wo die Tornado-Kampfjets sonst stationiert sind. Dort liegen die ca. 15-20 US-Atombomben, die im Ernstfall von Bundeswehrpilotinnen und -piloten eingesetzt werden sollen. Die folgenden Gruppen rufen zur Demonstration am 11. Oktober  um 12 h am Kriegsflugplatz Nörvenich, Oswald-Boelcke-Allee auf: Aktionsbündnis „atomwaffenfrei jetzt“, Antikriegsbündnis Aachen, Friedensgruppe Düren, DFG-VK Köln, DFG-VK NRW, IPPNW Köln, Netzwerk Friedenskooperative, VVN-BdA Aachen. Hier der Flyer

Zum Mitsingen

 

 

Am Freitag, 10. Oktober gibt es bei den Naturfreunden Arbeiter-und Friedenslieder zum Mitsingen mit Achim Bigus. Ab 19.30 Uhr. Traut euch!

Andreas Zumach am 22. 10. in Bochum: „Kriegstüchtig“ oder friedensfähig?

Andreas Zumach

An Mittwoch, den 22. Oktober lädt das Friedensplenum um 19 Uhr zu einem Vortrag von Andreas Zumach in der Quartiershalle der KoFabrik, Stühmeyerstr. 33 ein. In seinem Vortrag und in der anschließenden Diskussion wird es um die Fragen gehen, ob Russland nach dem Krieg gegen die Ukraine in wenigen Jahren die baltischen Staaten, Polen und auch Deutschland angreifen könnte. Mit dieser Bedrohungsbehauptung soll unser Land durch massive, kostspielige Aufrüstung und innergesellschaftliche Militarisierung „kriegstüchtig“ gemacht werden. Doch stimmt die Bedrohungsbehauptung? Und wie könnte Deutschland friedensfähig statt „kriegstüchtig“ werden? Und welche Chancen gibt es für Rüstungskontrolle und Entspannung in Europa mit Russland?“
Andreas Zumach ist freischaffender Journalist und Buchautor, war von 1988-2020 Korrespondent am UNO-Sitz in Genf für die „tageszeitung“ (taz) und weitere Zeitungen, Rundfunk-und Fernsehanstalten und ist Experte für Themen der Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle, Völkerrecht und Menschenrechte.


Demonstrationen am 3. Oktober

Auch wenn die WAZ nichts davon berichtet und sie es vorzieht, ihre Leserschaft mit Meldungen über ungeklärte Drohnensichtungen kriegsbereit zu machen: Am Freitag haben 20.000 Menschen auf dem Bebelplatz in Berlin (Videodokumentation hier) und 15.000 auf dem Schlossplatz in Stuttgart gegen die Außen- und Aufrüstungspolitik der Bundesregierung demonstriert. Augenzeugen berichten über die erfreulich große Beteiligung von Gewerkschaftern und von jungen Menschen, die beginnen, sich gegen die drohende Wehrpflicht zu wehren.

Die Friedensbewegung aus dem Ruhrgebiet hat überwiegend schon am 30. Sepember in Essen gegen die dortige Nato-Konferenz (Berichte hier) und am 3. Oktober in Uedem(Kalkar) gegen die dortigen militärischen Steuerungsanlagen demonstriert. Das Dortmunder Friedensforum schreibt: “ Diejenigen, die am 3. Oktober Oktober bei der Demonstration und Kundgebung in Uedem dabei waren, haben die Erfahrung gemacht, auch kleine dezentrale Aktionen sind wichtig und tragen dazu bei, dass sich die Friedensbewegung besser vernetzt.“

 

Friedenssicherung und Völkerrecht

Am Dienstag, 7. Oktober von 17.30-19.00 Uhr, findet in der Zentralbücherei im Obergeschoss ein Vortrag von und Gespräch mit Kai Budelmann vom Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum statt. Der Vortrag widmet sich dem Recht der Friedenssicherung und grundlegenden Fragen rund um das Thema. Warum gibt es ein Recht mit dieser Aufgabe? Wie funktioniert es? Zudem wird im Vortrag und in der Diskussion die Frage aufgeworfen, inwieweit der Einsatz von Atomwaffen mit dem internationalen Völkerrecht zur Kriegsführung vereinbar ist.

Es handelt sich um eine Veranstaltung der Stadtbücherei Bochum und „UniverCity Bochum e. V.“ in Kooperation mit der Bochumer IPPNW-Gruppe (ÄrztInnenen zur Verhütung eines Atomkrieges) als Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung: „Hibakusha weltweit“ – die Gesundheits- und Umweltfolgen der „Nuklearen Kette“  (in der Stadtbücherei vom 02.09. bis zum 31.10.2025)