Bedrohung Kubas

Angesichts der Drohungen von US-Präsident Trump gegen Kuba ist die Unterstützung der Insel aktuell besonders wichtig. Der jetzt auch militärisch durchgesetzte Boykott durch die USA verhindert lebenswichtige Importe wie Medikamenten. Bisherige Öllieferungen aus Venezuela  sind seit Ende des letzten Jahres weitgehend ausgeblieben.

DKP und SDAJ setzen deren langjährige Solidaritätsarbeit mit Kuba fort. Gemeinsam mit der „Humanitären Cuba Hilfe“ aus Bochum wird es Vorträge und Diskussionen über die aktuelle Lage geben. Regina Mertens wird über die medizinische Krise in Kuba sprechen, der Lateinamerikakenner Günter Pohl über die internationalen Auswirkungen der Angriffe und die Perpektiven des Sozialismus.  Welche internationale Rolle spielt Kuba heute? Welchen Stellenwert hat ein kleines sozialistisches Inselprojekt im 21.Jahrhundert?

Vor Ort wird es die Möglichkeit geben, für Projekte der Kuba-Solidarität zu spenden.

Mittwoch, 01.04. 2026, 19 Uhr; Bahnhof Langendreer e.V., Wallbaumweg 108, Bochum – Raum 6

 

Militarisierung in der ev. Kirche?

Eine Petition bei change.org. fordert den Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands auf, eine Denkschrift zur Friedensethik zurückzuziehen. Im November hatte die EKD eine neue Denkschrift veröffentlicht, mit der die Kirche sich  nach Meinung vieler Christinnen und Christen von zentralen Prinzipien christlicher Friedensarbeit verabschiedet. Die Petition kritisiert u.a. die Akzeptanz nuklearer Abschreckung, die Rechtfertigung präventiver Angriffe, die unkritische Übernahme staatlicher Bedrohungsnarrative, die Unterstützung massiver Aufrüstung und Waffenlieferungen als „humanitäre Pflicht“.

Auch die IPPNW verurteilte in der Stellungnahme „Massenvernichtungswaffen im Namen der Kirche“ die Denkschrift als friedenspolitisch enttäuschend. Hinweise auf zwei  „Umdenkschriften zum evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden“ und weitere kritische Stellungnahmen finden sich auf der Seite von Arno Lohmann.

Podiumsdiskussion: Gegen die Normalisierung des Militärischen

Donnerstag, 19.03. ,19:00 Uhr, Quartiershalle in der KoFabrik, Stühmeyerstraße 33

Das feministische Kollektiv Furore lädt im Rahmen der feministischen Aktionswochen zu einer Podiumsdiskussion ein: »Aufrüstung, Wehrpflichtdebatten und Bundeswehrwerbung an Schulen – militärische Logiken dringen zunehmend in unseren Alltag ein. (…..)

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutieren wir diese Normalisierung des Militärischen und formulieren eine antimilitaristische Kritik aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Zentrum stehen Fragen nach Zwangsdiensten, nach Militär und Geschlechterverhältnissen oder der Verbindung von Krieg, Kapitalismus und Staat. Gemeinsam wollen wir darüber sprechen, wie Militär und Gewalt gesellschaftlich legitimiert werden, wen diese Entwicklungen besonders betreffen und welche feministischen und solidarischen Alternativen es zur herrschenden Sicherheitslogik jenseits von Aufrüstung und Zwang gibt.«

Es diskutieren: Ralf Buchterkichern (@verqueert), Britta Rabe (Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.), Eylül und Alhusene von der Bezirksschüler*innenvertretung

 

Gleichheit vor dem Völkerrecht oder Recht des Stärkeren?

Das Essener Friedensforum in Kooperation mit der VHS lädt zum Vortrag von Dr. Rolf Gössner  zum Völkerrecht ein. Er wird über die Entstehung, Entwicklung und Bedeutung des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) sprechen sowie das komplexe Völkerrechtssystem skizzieren. Dabei werden die Doppelstandards und Defizite in der völkerrechtlichen Praxis der vergangenen Jahrzehnte aufgezeigt. Aktuell wird er die Rolle des ICC angesichts der mutmaßlichen Kriegsverbrechen und Verbrechengegen die Menschlichkeit im Ukraine- und im Gaza-Krieg behandeln.
Der Referent ist Jurist und Publizist und u. a. Kuratoriumsmitglied der Internationalen Liga für
Menschenrechte.

Mittwoch, 18. März 2026, 19 bis 21 Uhr, VHS Essen, Burgplatz 1

Anmeldung: Schriftlich per Anmeldekarte oder online unter www.vhs-essen.de (Kursnummer 261.1A144N)

Friedensethik in der Zeitenwende

Seit dem Erscheinen der „Friedensdenkschrift“ der evangelischen Kirche gibt es eine Diskussion um die kirchliche Neubewertung des christlichen Friedensgebotes. Der Text der Denkschrift, kritische Stellung- nahmen dazu und der Hinweis auf zwei „Umdenkschriften“ finden sich hier auf der Homepage von Arno Lohmann.

Die evangelische Stadtakademie Bochum lädt zu einer Diskussion der Friedensdenkschrift der EKD ein. Die Veranstaltung „Friedensethik in der Zeitenwende“ mit Bischof Friedrich Kramer, Dr. Friederike Krippner und Dr. Martin Dutzmann findet am Donnerstag, 19. März um 18 Uhr in der Pauluskirche, Grabenstraße 9 statt.

Waffenexporte als „Öl im Feuer der Kriege und Bürgerkriege“

Das Bündnis Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! kritisiert massiv den Trend im globalen Waffenhandel, wie ihn das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI in seinen jüngsten Zahlen darstellt. Dass Deutschland mit einem globalen Anteil von 5,7 % vor China auf dem vierten Rang aufrückt – hinter den USA, Frankreich und Russland – war zu befürchten. Deutschland gehört seit Jahren in die Spitzengruppe der weltweiten Exporteure. Tendenz stark steigend, denn im Zeitraum von 2021 bis 2025 nahmen die deutschen Waffenlieferungen (im Vergleich zu 2016 bis 2020) um dramatische 15 Prozent zu.

Die SIPRI-Zahlen zeigen in erschreckender Weise, in welchem Tempo die Rüstungsspiralen weltweit an Fahrt aufnehmen, aber sie benennen die daraus resultierenden Probleme nur unzureichend. Denn deutsche Waffen und Rüstungsgüter werden nicht einfach nur verkauft, sie kommen auch in den Konflikten der Welt zum Einsatz. weiterlesen

Erfolgreicher Schulstreik

Die Schulstreiks der vergangenen Woche haben sich auf 150 Städte ausgeweitet. Anders als am 5. Dezember fanden in Witten und Gelsenkirchen eigene Aktionen statt. Mindestens 350 Schülerinnen und Schüler in Bochum nahmen Nachteile in Kauf und demonstrierten gegen Wehrpflicht und Militarismus durch die Innen- stadt. In vielen Schulen haben sich Streikkommittes gebildet, die den Protest aufrechterhalten. Am 8. Mai wird der nächste Bochumer Schulstreik stattfinden. Das ist der Tag, an dem das deutsche Militär nach dem zweiten Weltkrieg besiegt war.

Bundeswehrwerbung bei Didacta

Die Bundeswehr wirbt immer offensiver an Schule. Auch auf der Bildungsmesse Didacta am 13. und 14. März in Köln  ist sie mit einem eigenen Stand vertreten. Lehrerinnen und Lehrer brauchen Angebote, Ideen und Material. Dabei sollte es um Bildung, kritisches Denken und selbstbestimmte Perspektiven für junge Menschen gehen – und nicht um militärische Rekrutierung. Deshalb beteiligt sich der Landesverband der DFG-VK morgen und Samstag mit einem Infostand und einer Aktion vor der Didacta gegen Bundeswehr-Werbung und Militarisierung im Bildungsbereich. Unterstützung ist willkommen.

📍 Infostand: Ausgang Deutz/Messe – Richtung Messegelände (Luise-Straus-Ernst-Straße)

Morgen: Schulstreik

 

Die Protestdemonstration gegen die drohende Wehrpflicht beginnt morgen um 9 Uhr am Schauspielhaus. Unterstütze die Proteste der Schüler*innen und komm zu den Streiks!