Die Mahnwache des Friedensplenums startet heute um 19 Uhr ein paar Meter neben dem Eingang zum Anneliese Brost Musikforum Ruhr am Marienplatz 1, 44787 Bochum. Dort will die Bundeswehr zum ihrem „Veteranentag“ein Konzert geben – mit Unterstützung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, der es offenbar kaum erwarten kann, neue Gräberfelder pflegen zu können. Antimilitaristische Unterstützung zum Protest dagegen wird gebraucht.
„Countdown zum 3. Weltkrieg“
„Die täglichen Meldungen nicht nur in der WAZ lassen sich zusammenfügen zur Serie >Countdown zum 3. Weltkrieg<. , schrieb Wolfgang Dominik in einem Leserbrief an die WAZ. Der ganze Brief: weiterlesen
Protest gegen Bundeswehr-Konzert
Wir wollen uns nicht Schritt für Schritt wieder daran gewöhnen, das Militär zu feiern, zu verherrlichen, zu ehren. Das Bochumer Friedensplenum protestiert am Mittwoch, 20 Mai, vor dem Musikforum gegen ein Konzert der Bundeswehr und des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Dort, im Anneliese Brost Musikforum, will das Musikkorps der Bundeswehr um 20 Uhr ein Konzert zum „Veteranentag“ geben. Das Korps versteht das Konzert als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung für „die Menschen, die Deutschland gedient haben: Veteranen“. Unter „Veteranen“ versteht die Bundeswehr Soldatinnen und Soldaten, die ihr Leben und das anderer Menschen gefährden, indem sie sich für gewaltsame, militärische Konfliktlösungen bereit finden.
Interessant ist eine zivile Alternative für Musikfreunde: Die Bochumer Symphoniker laden gleichzeitig zu einem kostenfreien Stadtteilkonzert in den Botanischen Garten der Ruhr-Universität ein. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart, Tschaikowski, Hindemith und Henze. Das Konzert am 20. Mai beginnt um 19.30 Uhr im Foyer zwischen den Schauhäusern. Näheres unter boga.ruhr-uni-bochum.de
Offener Brief an den Militärbischof
Die IPPNW-Ortsgruppen aus Dortmund, Essen und Bochum wenden sich in einem offenen Brief an den Militärbischof Franz-Josef Overbeck. Sie kritisieren darin die bischöfliche Befürwortung des Wehrdienstes für alle, also auch für Frauen, und seine Begründung. „Vor allem vermissen wir einen vordringlichen Aufruf zu verstärkten Friedensbemühungen und ein Ende der gigantischen Rüstungsspirale; darin sind wir uns z.B. mit Pax Christi und insbesondere auch Papst Leo XIV. einig“, heißt es im Brief der Ärztinnen und Ärzte. Hier der gesamte Text: weiterlesen
Stimmt es, dass …
Auf der Seite des Bochumer Pfarrers Arno Lohmann findet sich der Text „Aufbruch zum Frieden“, der sich mit einigen nicht hinterfragten Narrativen zur russischen Bedrohung auseinandersetzt. Es geht um Fragen wie : Stimmt es, dass … Putin uns bald angreifen wird? … nicht verhandeln will ? … ausschließlich Russland alle Abrüstungs- und Rüstungskonntrollverträge gebrochen hat? …
Essen: Debatte zu Mittelstreckenraketen
Das Essener Friedensforum lädt ein: „Am 20.05.2026 ist Oberst a.D. Wolfgang Richter Referent in der VHS-Veranstaltung des Essener Friedensforums. Er wird über die aktuelle Debatte zu den Mittelstreckenraketen in Europa bzw. in Deutschland berichten, im Anschluss: Diskussion dazu.“
Tag der Kriegsdienstverweigerung
Zum heutigen Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung erinnert die Bochumer Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) daran, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz verankert ist: »Dieses Recht gilt auch für die 328.000 ukrainischen Männer (laut Ausländerzentralregister), die sich der Einberufung zum Militär entzogen haben und in Deutschland leben. Die DFG -VK verurteilt die Forderungen von Friedrich Merz und Markus Söder, die ukrainischen Männer zur Rückkehr in die Ukraine und damit zum Militärdienst zu zwingen.
weiterlesenFeministisch-antimilitaristische Organisierung gegen Kriegstreiberei
Der Rat von unten lädt für Samstag, 16.Mai zu einer Bildungsveranstaltung zu „feministisch-antimilitaristischer Organisierung in der Geschichte und ihre aktuellen Bezüge“ von 14 bis 18 Uhr in den Bahnhof Langendreer, Raum 6 ein. Eine Rednerin hält einen Vortrag „Frauen in Bundeswehr: ein Schritt zur weiteren Militarisierung oder zur Emanzipation?“. Der Einladungstext:
„In der europäischen Friedensbewegung zur Zeit des Kalten Kriegs, besonders in ihrer Hochphase der 80er/90er Jahre, war die feministische Organisierung nicht wegzudenken. Frauen vereinten sich unter der sogenannten Frauenfriedensbewegung, organisierten sich und entwickelten eigene feministische Perspektiven auf Krieg und Frieden. weiterlesen
DGB: Mehrheit für „Friedensfähig statt kriegstüchtig“
Der DGB spricht sich gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht aus. Eine Mehrheit der Delegierten des am Mittwoch zuende gegangenen DGB-Bundeskongresses stimmte dem Antrag „Friedensfähig statt kriegstüchtig – unser gewerkschaftlicher Auftrag in unsicheren Zeiten“ zu. In der heutigen WAZ ist darüber nichts zu lesen. Die diskutierten widersprüchlichen Stellungnahmen zu Fragen von Krieg und Frieden sind in der jungen Welt („Rahmen abgesteckt“) wiedergegeben.
15. Mai: Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung
„Rund um den Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung, dem 15. Mai, wird es Veranstaltungen und Aktionen in mehreren Ländern weltweit geben. Mit den Veranstaltungen fordern wir echten Schutz für alle, die sich dem Krieg verweigern. Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht, gerade auch im Krieg. Verfolgte Kriegsdienstverweiger*innen und Deserteur*innen brauchen Asyl!“ schreibt Connection e.V. und informiert über Aktionen und Veranstaltungen.





