Kein Grund zu feiern

Unter dem Titel „Kirmes mit Kriegsgerät“ berichtet heute die junge Welt über die  Events am „Tag der Bundeswehr“,  wo Fallschirmspringer, Kampfjets und Panzer zu bestaunen waren – und über den Protest von Kriegsgegenern.

FriedensFahrradtour NRW 26

Bis zum 14. Juni kann sich noch anmelden, wer an der Friedensfahrradtour der DFG-VK vom 18. bis 26. Juli teilnehmen möchte. Auf der „Tour gegen Militarisierung und Aufrüstung, für eine friedliche Zukunft“ werden Orte angesteuert, wo Rüstungskonzerne angesiedelt sind. Alles Nähere findet sich hier auf der Seite der https://nrw.dfg-vk.de/

Bochum: Friedenstermine im Juni

Sonntag, 07.06., 14.00 Uhr, Rat von unten: Thementisch zu u.a. Krieg und Frieden. Schwerpunkte sind Aufrüstung, Krieg und Imperialismus und die Möglichkeit, sich antimilitaristiscch zu organisieren. Studio 108, Bahnhof Langendreer

Dienstag, 9. Juni,Treffen der Friedensinitiative Bochum-Ost, 19:00Uhr, Naturfreundezentrum Hohe Eiche.

Mittwoch, 10. Juni ab 9:30 Infos der Friedensinitiative Bochum-Süd/IPPNW am Gesundheitscampus.

Mitwoch, 10. Juni, ab 18.30 Uhr Treffen der DFG-VK-Gruppe, Haus der Begegnung.

Mittwoch, 10.Juni, 18.30 Uhr: IPPNW-Filmvorführung „The Day after“ mit Diskussion. Stadtbücherei Bochum im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mayors for Peace 2026“

Dienstag, 16. Juni, 16 Uhr, Info-Treffen  Friedensinitiative Süd/IPPNW zur Militarisierung des Gesundheitswesens, Stadtteilbücherei Querenburg.

Mittwoch, 17. Juni, 18.30 Uhr, Vortrag Dr. Jürgen Altmann: „Neue (US-) Mittelstreckenraketen in Deutschland“,Veranstaltung der IPPNW, Stadtbücherei.

Mittwoch, 24. Juni, 18.30 Uhr, gemeinsames Friedensplenum, Haus der Begegnung.

Freitag, 26. Juni, 18.30 Uhr, Gabriele von Wahlert :“Origami – Kraniche für den Frieden“. Vortrag und Diskussion IPPNW, Zentralbücherei Obergeschoss.

 

Kein Tag der Bundeswehr

Am kommenden Samstag, dem 6. Juni von 11 bis 13 Uhr,  will die Bundeswehr in Unna vor der Kaserne an der Kamener Straße Werbung bei der Bevölkerung machen. Sie präsentiert beim Tag der Bundeswehr Kriegswaffen wie Panzerhaubitzen und Kampfjets – als ob Krieg eine Volksbelustigung sei. Die DFG-VK NRW, das Friedensforum Kreis Unna und das Dortmunder Friedensforum rufen auf zum Protest gegen die Verharmlosung von Krieg und gegen die gezielte Werbung für den Dienst an der Waffe.  „Events wie der „Tag der Bundeswehr“ sind der Versuch, die Bevölkerung von der deutschen Militärpolitik zu „überzeugen“.

Gemeinsam wollen Friedensaktivisten an diesem Tag ein Zeichen gegen die Militarisierung der Gesellschaft setzten. Sie wollen die Besucher der Show mit Transparenten und Schildern ansprechen, auch der Tod wird die Besucher zur Kriegsshow einladen.

Demo gegen Mittelstreckenraketen

Viele Initiativen aus der Friedensbewegung beteiligten sich gestern an einer Demonstration gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen, gegen die Entwicklung eigener europäischer Systeme und gegen die Nutzung von US-Militärstützpunkten in Deutschland für die US-Kriege. Die Friedenskooperative berichtet:

„Knapp 2.000 Menschen haben gestern in Wiesbaden unter dem Motto „Keine Mittelstreckenwaffen! Nirgends“ gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland protestiert. Weitere 250 Menschen kamen im oberpfälzischen Grafenwöhr zu einer parallel stattfindenden Kundgebung zusammen. Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ hatte mit 60 weiteren Friedensinitiativen zu dem Protest in Wiesbaden und Grafenwöhr aufgerufen.

Die Demonstrant*innen begrüßten die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren als eine gute Nachricht für die Sicherheit in Deutschland und Europa. Statt jetzt eigene Mittelstreckenwaffen mit anderen europäischen Staaten zu entwickeln und bei den USA Tomahawk und Typhon-Startsysteme zu bestellen, solle sich die Bundesregierung für einen Neuanlauf bei Abrüstung und Rüstungskontrolle einsetzen, forderte Kampagnenrat Marvin Mendyka bei der Auftaktkundgebung. weiterlesen

Klimagerechtigkeit und Militarisierung

Die junge Welt berichtet in ihrer heutigen Ausgabe Genaueres über den Kampf für Klimagerechtigkeit beim Klimacamp von  „Ende Gelände“ in Hamm . Die Aktivistinnen und Aktivisten sehen die  Zusammenhänge von „fossiler“ Ausbeutung und Kriegslogik. „Juan Pablo Gutiérrez, Klimagerechtigkeits- und Menschenrechtsaktivist aus Argentinien und Delegierter der indigenen Yukpa, beschreibt diese Zusammenhänge in einer Erklärung vom Donnerstag: »Militarisierung und Rohstoffraub sind zwei Gesichter derselben Logik: die Kontrolle von Gebieten, die Sicherung von Ressourcen und die Herrschaft über das Leben durch Angst.« Während Wälder brennen und ganze Gebiete austrocknen, stellten europäische Regierungen nun weiter Milliardenbeträge für die militärische Aufrüstung und neue Energieprojekte bereit, erklärt Gutiérrez weiter. »Es wird aber keinen Frieden geben, solange die Weltwirtschaft weiterhin auf Energieausbeutung und Machtkonkurrenz ausgerichtet ist« “ .

Blockade von Rüstungskonzern in Mülheim

Klimaaktivisten von „Ende Gelände“ blockierten heute Morgen das Werk des Panzerbauers KNDS in Mülheim. Das meldet der WDR. Die Aktion im Rahmen des Klimacamps in Hamm sei mittlerweile beendet.  Die Polizei habe einige Protestierende weggetragen, insgesamt sei die Aktion aber friedlich verlaufen. Jetzt ermittele die Polizei. Sie prüfe derzeit, ob und welche Straftaten Klimaaktivisten begangen haben könnten bei den Blockaden. Zur Zeit demonstrieren ca. 400 Aktivisten auf dem Gelände des Kohlekraftwerk Scholven in Gelsenkirchen.

Militärische Überlegenheit der Nato gegenüber Russland auch ohne USA

„Die europäischen Nato-Staaten sind Russland auch ohne die USA in wesentlichen militärischen Kategorien überlegen. Das zeigt die heute veröffentlichte Greenpeace-Studie „Europa allein zu Haus?“ mit neuen Daten zu Militärausgaben. Demnach investieren die europäischen Nato-Staaten mit Kanada mehr in ihre Streitkräfte als Russland. 2025 gaben sie zusammen rund 626 Milliarden US-Dollar aus, Russland dagegen etwa 190 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich zeigt sich die europäische Überlegenheit bei Kampfflugzeugen (Nato-Europa + Kanada: 2215, Russland 1064), Kriegsschiffen (143 zu 34) und Artillerie (15.896 zu 5976)“ schrieb Greenpeace gestern in einer Pressemitteilung.

Die Autoren der Studie, Herbert Wulf und Alexander Lurz,  bestätigen damit ihre Studienergebnisse vom 11. November 2024, die auch für den Fall gälten, dass die USA sich aus der Nato zurückzögen. Sie kritisieren aber einen „unkoordinierten und teuren Wettlauf um Rüstungsprojekte“ in Europa.

Keine Mittelstreckenwaffen, nirgends!: Demo am 30.5. in Wiesbaden

Das Netzwerk Friedenskooperative ruft mit zahlreichen Partnerorganisationen für den 30. Mai 2026 zur Demo in Wiesbaden auf. Es geht grundsätzlich  gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa! Nach der Absage der US-Raketenstationierung veröffentlichen die Organisatoren  ein Aufruf-Update. Es bleibt es dabei: „Mittelstreckenwaffen sind reine Angriffswaffen und erhöhen die Kriegsgefahr. Auch deutsche oder europäische Marschflugkörper bergen das gravierende Risiko eines Präventivangriffs und gefährden somit unsere Sicherheit. Daher bleibt unser Ziel ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ Die Demonstration wendet sich ebenso gegen die US-Militärstützpunkte in Deutschland, die  für  völkerrechtswidrige Angriffskriege genutzt werden.

Weiter heißt es: „Dass die USA jetzt vorerst keine Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren, muss als Gelegenheit für neue Initiativen zur internationalen Rüstungskontrolle und Abrüstung betrachtet werden. Dafür gehen wir am 30. Mai in Wiesbaden auf die Straße“

Das Dortmunder Friedensforum organisiert eine Busfahrt nach Wiesbaden. Der Treffpunkt ist um 7.45 Uhr am Busbahnhof, am Nordausgang des Dortmunder Hbf., die Abfahrt ist um 8 Uhr. Die Fahrkarte kostet 40 €, für Menschen, die sich das nicht leisten können, gibt es eine Karte für 20 € . Kontakt per Mail an: Gabi Brenner, info@dortmunder-friedensforum.de

IPPNW- Bochum: Zwei Ausstellungen

Vom 15. Mai bis 08. Juli, dem “Flaggentag der Mayors for Peace”, veranstaltet die IPPNW-Gruppe Bochum in Kooperation mit der Stadtbücherei Bochum und der Stadt Bochum eine Reihe mit Veranstaltungen zu den Gefahren durch Atomwaffen, für Abrüstung und für die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags.

Ab dem 15. Mai ist die  Ausstellung „Bürgermeister für den Frieden – eine Botschaft von 1945 an die
Zukunft“  in der Stadtbücherei zu sehen. Sie wird weltweit nur in Mayors for Peace -Städten gezeigt. Bochum gehört dazu. Auf 18 Postern wird die unvorstellbare, verheerende Zerstörungskraft und nachhaltige Verwüstung von Atombombenexplosionen, z.T. mit Originalaufnahmen aus Hiroshima und Nagasaki dargestellt.
Die Ausstellung zeigt aber auch Perspektiven für eine friedliche Zukunft.

Daneben ist vom 15. Mai bis zum 08. Juli 2026 auch die Ausstellung  „Origami for Peace – die Kunst des Papierfaltens und die aktuelle Friedensbewegung“ in der Stadtbücherei Bochum während der Öffnungszeiten der Bibliothek in der 2. Etagezu sehen.
Am Freitag, 29. Mai 2026, findet zwischen 18 – 20.00 Uhr dort eine  Informationsveranstaltung zu den beiden Ausstellungen statt mit kurzen erläuternden Vorträgen und einem Rundgang.