Manifest für mehr Unabhängigkeit im ORR

33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ARD, ZDF und Deutschlandradio, sowie zahlreiche  Unterzeichnende aus dem Kulturbereich haben ein Manifest verfasst,  in dem es um Erhalt und Ausbau der Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Demokratie geht. Dort heißt es: „Seit geraumer Zeit verzeichnen wir eine Eingrenzung des Debattenraums anstelle einer Erweiterung der Perspektive. Wir vermissen den Fokus auf unsere Kernaufgabe: Bürgern multiperspektivische Informationen anzubieten. Stattdessen verschwimmen Meinungsmache und Berichterstattung zusehends auf eine Art und Weise, die den Prinzipien eines seriösen Journalismus widerspricht. Nur sehr selten finden relevante inhaltliche Auseinandersetzungen mit konträren Meinungen statt.“ Die Forderungen, in denen es um Unabhängigkeit, journalistische Standards, Meinungs-und Informationsvielfalt und Bürgerbeteiligung geht,  können hier mitunterzeichnet werden.

Ostermärsche schaffen Druck auf Regierung

„Kannst du dich daran erinnern, wann sich zuletzt der Bundeskanzler, der Wirtschaftsminister, die Außenministerin und der Chef der Opposition zu einem Ostermarsch geäußert haben? Wir nicht!“, schreibt das Netzwerk Friedenskooperative und sieht den hohen Rechtfertigungsdruck, unter dem sich die Regierenden äußerten , als einen Erfolg der Ostermarschbewegung. Auf der Webseite der Friedenskooperative finden auch die Rede-und Kundgebungsbeiträge des Ostermarschs 2024.

Ostermarschthema in Bochum: Medien im Krieg

Das Bochumer Friedensplenum hat Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes, als Redner für den heutigen Abschluss der sonntäglichen Etappe des Ostermarsches gewonnen. Er wurde gebeten, über die Rolle der Medien im Krieg zu sprechen. Er zögerte erst, weil das nicht sein inhaltlicher Schwerpunkt ist. Er sagte dann aber zu und beschrieb heute die Aufgabe, die Medien eigentlich haben sollten, sie aber nicht wahrnehmen und häufig bedenklich Lobbyarbeit betreiben statt aufklärerisch zu wirken: »Im Jahr 2013 schrieb Uwe Krüger seine Promotionsarbeit: „Medienmacht“ – Eine Dissertation über die Verflechtungen von Leitmedien, Politik und Wirtschaft.

weiterlesen

Ostermarschthema in Wattenscheid: Kampf dem Atomtod

Beim Stopp des heutiges Ostermarsches in Wattenscheid stellte Christoph Nitsch vom Kuratorium Stelen der Erinnerung das Thema Atomare Bedrohung in den Mittelpunkt seiner Rede: » am 6. August 1945 um 8.15 Uhr Ortszeit entkoppelte die Besatzung des B 29-Bombers „Enola Gay“ die Atombombe „Little Boy“ über der japanischen Stadt Hiroshima. Die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte hatte eine Sprengkraft von etwa 13 Kilotonnen TNT und tötete unmittelbar 20000 – 90000 Menschen. Drei Tage später warfen die USA die zweite Atombombe „Fat Man“ über Nagasaki ab, die mit der Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT noch größere Verwüstungen anrichtete. Beide Bomben brachten unendliches Leid über die Menschen Japans.

weiterlesen

Ostermarsch Sonntag in Bochum

Der dreitägige Ostermarsch Rhein Ruhr kommt als Fahrradetappe am Ostersonntag nach Wattenscheid, macht einen Abstecher nach Herne und endet um 16 Uhr vor (bei Regen in) der KoFabrik, Stühmeyerstr. 33 in der Bochumer Innenstadt. Begrüßt und anschließend begleitet wird die Veranstaltung von Klaus dem Geiger (Foto), dem bekanntesten und mitreißendsten deutschen Straßenmusiker.

Thema der Kundgebung ist „Medien im Krieg“. Redner ist Clemens Ronnefeldt (Foto) Er ist Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes.

Der Stopp in Wattenscheid findet um 13 Uhr vor der Friedenskirche statt und steht unter dem Motto „Kampf dem Atomtod“. Redner auf der Kundgebung ist Christoph Nitsch, Vorstand Stelen der Erinnerung e. V.

Ostermärsche an Rhein und Ruhr

Seit 65 Jahren demonstrieren Kriegsgegner an Ostern. Anlass waren Planungen, die Bundesrepublik mit Atomwaffen auszustatten. Unter dem Motto „Kampf dem Atomtod“ begann die Ostermarschbewegung, die bis heute den Protest gegen Krieg und Rüstung auf der Straße sichtbar macht. Die wichtigsten Forderungen 2024:

  • Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen
  • Die Kriege beenden, die Aufrüstung stoppen
  • Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit

Die diesjährigen Osteraktionen beginnen am Karfreitag, dem 29.03.2024 um 13 Uhr in Gronau. Mit der Forderung „Energiewende und Frieden statt Uranmüll, Atomwaffen und Krieg“ (s. ostermarsch-gronau) .

Am Ostersamstag finden in Duisburg und Köln Auftaktkundgebungen statt. In Wuppertal, Neuss, Düren und Münster gibt es weitere Aktionen.

Am Ostersonntag startet die Fahrradetappe um 9.30 Uhr in Essen und endet nach Stopps und Kundgebungen in Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne gegen 16 Uhr mit einem tollen Programm an und in der KO-Fabrik an der Stühmyerstraße in Bochum.

Am Ostermontag beginnt der Ostermarsch um 13.30 Uhr in Dortmund-Dorstfeld und endet um 15.00 Uhr mit der Abschlusskundgebung auf dem Dortmunder Hansaplatz.

Das gesamte Programm findet sich hier.

Vortrag J. Wagner in Essen

In der nächsten Woche ist Jürgen Wagner mit einem Vortrag über die militärische Führungsrolle der Bundesrepublik in Essen zu Gast. Die Veranstaltung des Essener Friedensforum in Kooperation mit der VHS findet am Mittwoch, dem 20.03. von 19.00 bis 21.00 Uhr in den Räumen der dortigen VHS  statt. Zeitgleich ( um 18.30 Uhr) trifft sich auch das Bochumer Friedensplenum im Haus der Begegnung zur Vorbereitung des Bochumer Abschnitts des Ostermarsches.

Petition: Kinder müssen nicht kriegstüchtig sein

„Stoppt den Vorschlag junge Menschen an Schulen auf den Kriegsfall vorzubereiten“, fordert eine Petition, die auf Change.org unterschrieben werden kann. Bildungsministerin Stark-Watzinger (FDP) sagte im Deutschlandfunk am 16.03.2024: „Schulen sind in der Verantwortung, junge Menschen auf den Kriegsfall vorzubereiten“.

China auf dem Weg von einer Regionalmacht zur größten Weltmacht?

Am Mittwoch, den 20. März laden das Bochumer Friedensplenum und die DFG -VK um 19 Uhr zu einem Vortrag von Peter Franke im Bahnhof Langendreer ein. Das Thema: „China auf dem Weg von einer Regionalmacht zur größten Weltmacht?“: »Bereits Anfang der 1950 Jahre mit dem Koreakrieg, dem kurzen Grenzkrieg mit Indien 1962 und schließlich dem Angriff der Volksbefreiungsarmee auf Vietnam 1979 hatte die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) das Land zu einer veritablen Regionalmacht gemacht. Nach der Öffnung durch einen fundamentalen Politikwechsel zur kapitalistischen Produktionsweise in den 1980er Jahren ist nun die Wirtschaft Chinas eng verflochten mit dem kapitalistischen Weltmarkt und zur größten Volkswirtschaft nach den USA aufgestiegen.

weiterlesen