Fragen an Rüstungsbefürworter Klingbeil

Öffentliche Veranstaltung mit dem SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil in Bochum
Für den kommenden Dienstag, 6.Dezember, hat die SPD zu der Veranstaltung „Klingbeil im Gespräch“ eingeladen. Ihr Vorsitzender Lars Klingbeil machte in der vergangenen Woche mit Schlagzeilen wie „Klingbeil fordert von Rüstungsindustrie mehr Tempo“ von sich reden. Er war langjähriger Waffenlobbyist, vgl. hier, während die Bochumer SPD sich laut Serdar Yüksel, MdL /SPD Bochum,  eher ablehnend gegenüber Waffenlieferungen äußert. Das Friedensplenum erwartet eine interessante Diskussion, zu der es sicherlich beitragen wird.
Beginn in der Christuskirche: 18 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr.

Ithaka: Gerechtigkeit für Julian Assange

Kriegsverbrechen aufzudecken ist kein Verbrechen

Am 2. Dezember um 20 Uhr wird im  Endstation Kino in Bochum-Langendreer der Film „Ithaka“ auf Englisch mit deutschen Untertiteln zu sehen sein. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch auf Englisch mit Produzent Adrian Devant (Bruder von Stella Morris, der Ehefrau von Julian Assange) statt.

Ithaka feierte in Deutschland auf dem Human Rights Film Festival im Oktober in Berlin Premiere und gewann dort den Publikumspreis. Jan Sebastian Friedrich-Rust, Gründer des Festivals, schrieb dazu: »Der Film ist ein eindringliches und bewegendes Porträt über die Familie von WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Er zeigt, wie Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen auch im Westen präsent sind. Die Meinungs- und Pressefreiheit sind zentrale Pfeiler einer freien und demokratischen Gesellschaft. Kriegsverbrechen aufzudecken ist kein Verbrechen.« weiterlesen

Lühr Henken, Der Ukraine-Krieg

Die VVN-BdA Bochum hat unterstützt vom Friedensplenum Bochum, von der DFG-VK Bochum/Herne und den NaturFreunden Langendreer Lühr Henken,  Ko-Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlags, zu einem Vortrag über den gegenwärtigen Krieg eingeladen. In dem sehr gut besuchten Vortrag mit lebendiger anschließender Diskussion entwickelte Lühr folgende Gedanken:

Der Ukraine-Krieg

An den Anfang meiner Ausführungen möchte ich das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage in Deutschland stellen. Durchgeführt wurde sie vom CeMAS-Institut. Ich weiß nicht, ob ihr davon gehört habt. Die Befragten sollten Stellung zu folgender Aussage nehmen: weiterlesen

Aktionstag der Friedensbewegung: Verhandeln -Abrüsten !

Das Bochumer Friedensplenum wird am Freitag, dem 18. November von 15.30 bis 17.30 Uhr mit  einem Stand auf dem Kurt-Schuhmacherplatz gegenüber vom Hauptbahnhof vertreten sein. Unter der Losung „Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg“ verteilen wir Flyer, die an das Engagement der Bochumer in der Nachkriegszeit gegen Krieg anknüpfen und der Forderung nach Verhandlungslösungen Nachdruck geben. Dezentral wird am 18./19. November in zahlreichen deutschen Städten ein Engagement der Bundesregierung für Frieden und  Diplomatie, Deeskalation,  ein Ende der Waffenlieferungen und Abrüstung gefordert. Statt das Geld für Rüstung und Tod auszugeben, brauchen wir alle Kraft und alle Mittel für das Überleben der Menschheit.

Über Unterstützung am Stand und beim Verteilen des abgebildeten Flyers würde sich das Friedensplenum freuen.

Flyer zur Mahnwache in BO

Vortrag von Lühr Henken

Für Dienstag, den 15. November, 19 Uhr, laden VVN-Bund der Antifaschisten Bochum, Naturfreunde Langendreer, DFG-VK und Friedensplenum Bochum herzlich ein zu einem Vortrag von Lühr Henken. Er wird über die Tragödie des Ukrainekrieges sprechen, über die Ziele, Auswirkungen, Waffenlieferungen, die Gefahr eines Atomkrieges  und Möglichkeiten zu Verhandlungen und Frieden. Lühr Henken ist Ko-Sprecher des Friedensratschlages und Herausgeber von friedenspolitischen Schriften. Auch sehr empfehlenswert von ihm: Die Explosion deutscher Rüstungsausgaben – wofür?

Der Vortrag mit anschließender Diskussion findet statt  im Raum 6 des Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108,  um 19 Uhr.

Bundeszentale für politische Bildung: Darstellungen falsch oder verzerrt

Mit „Desinformation für Kinder und Jugendliche“ ist ein Artikel von Georg Auerheimer, emeritierter Kölner Professor für interkulturelle Pädagogik betitelt. Er nimmt Nachrichten für Kinder in einigen Tageszeitungen und eine Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung zum Krieg in der Ukraine in Augenschein. Viele Informationen dort erwiesen sich als falsch oder zumindest verzerrt, konstruierten ein Feindbild bei Jugendlichen und bildeten damit einen Verstoß gegen den „Beutelsbacher Konsens“, der ein Überwältigungsverbot, ein Kontroversitätsgebot und die Fähigkeit zur politischen Analyse und Interessenwahrnehmung als Ziel beinhaltet. „Materialien mit einseitigen, selektiven Informationen widersprechen der Maxime. Die Lehrperson muss die eigene Position nicht verleugnen, aber bei der Bewertung der Lernenden jede Parteilichkeit vermeiden“ schreibt Auernheimer. Mit dem von der Bundeszentrale zur Verfügung gestellten Material sei es schwierig bis unmöglich, kontroverse Positionen in den Unterricht einzubringen.

 

Schwarze Liste: Unterstützung für Position Rolf Mützenichs

Rolf Mützenich, der Fraktionsvorsitzende der SPD, hat am 5. November der ukrainischen Regierung vorgeworfen, ihn auf eine „Terrorliste“ gesetzt zu haben. Die Begründung sei, er setze sich „für einen Waffenstillstand ein oder für die Möglichkeit, über lokale Waffenruhen auch in weitere diplomatische Schritte zu gehen“. Mützenich sagte, wenn der Einsatz für einen Waffenstillstand ein Kriterium für eine solche Liste sei, dann müsse auch UNGeneralsekretär Antonio Guterres darauf gesetzt werden. Er beklagte eine „Diskriminierung“ derjenigen, die sich wie er selbst für Diplomatie mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stark machen.
Mützenich verteidigte seine Forderung nach mehr Diplomatie vehement: „Es bleibt dabei: (…) Die meisten Kriege sind am Ende nicht auf dem Schlachtfeld beendet worden.“

Ein Sprecher der ukrainischen Regierung bestreitet die Existenz dieser Liste. Telepolis berichtete dagegen schon vor Monaten über „Schwarze Listen“ der Ukraine, auf der auch andere Politiker und Wissenschaftler stehen. In einem Update ( False Balance in der Causa Mützenich ) wird belegt, dass die Liste existiert hat und nach wie vor einsehbar ist.

Anreas Zumach ruft auf, die Position Mützenichs zu unterstützen: „Liebe Freundinnen und Freunde, es ist dringend notwendig, daß Mützenich für seine Position möglichst breite Unterstützung erfährt. Daher bitte ich Euch, ihm eine entsprechende Erklärung zu schicken.

Per E-Mail ist Rolf Mützenich zu erreichen: rolf.muetzenich@bundestag.de

 

 

Erinnerungen als Gegenkultur

Wo ist ein Ausweg aus der Krise
Vor 70 Jahren versammelten sich in Bochum 35.000 Menschen, um Glocken an die zerstörte Stadt Hiroshima  als Mahnung zum Frieden zu übergeben. Felix Kohns hat dieser Friedensmanifestation  eine detailreiche Darstellung der gegenwärtigen Eskalation im Krieg um die Ukraine gegenübergestellt. Hier sein Text: „Plötzlich strahlte ein helles Licht auf. Dann fiel alles über mir zusammen und es wurde ganz dunkel.“ – Von Glassplittern ernstlich verletzt, kommt der jesuitische Missionar Hugo Lassalle im Pfarrhaus wieder zu sich – dem einzigen Gebäude in der Umgebung, das der Druckwelle standhalten konnte. Ihm und anderen Überlebenden in Hiroshima eröffnet sich eine Szenerie des Grauens ungekannten Ausmaßes: weiterlesen

Kundgebung in Münster gegen G7-Treffen

In Münster, dem Ort des Friedensschlusses nach dem 30jährigen Krieg, treffen sich am Donnerstag und Freitag die AußenministerInnen der G7-Staaten. Voraussichtlich werden sie über weitere Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg beraten. Friedensgruppen aus Münster fordern deshalb „Verhandeln statt schießen – Frieden schließen“. Hauptredner der Kundgebung am 3. November, auf dem Prinzipalmarkt von 14 – 19 Uhr , sind Willi van Ooyen, Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag; Eugen Drewermann, Theologe und langjähriger Friedensaktivist; Maria Buchwitz, Bundesvorstand pax christi, Münster, Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW.

Das Dortmunder Friedensforum lädt am 3. Oktober, 19 Uhr, zu einem Vortrag und anschließender Diskussion mit dem Mitbegründer von attac, Peter Wahl, in die Werkhalle im Union-Gewerbehof, Huckarderstraße 10-12 ein.